1. Wie wirkt Yoga, um dich auf allen Ebenen zu verändern?

2. Welche Yogastile gibt es?

3. Was ist Hatha Yoga und wie wirkt es?

4. Die Rolle der Atmung im Hathayoga

5. Die Rolle der Meditation im Yoga?

6. Wie fange ich mit Yoga an?

1. Wie wirkt Yoga, um dich auf allen Ebenen zu verändern?

Yoga zu praktizieren ist heute mehr als ein Trend. Die Zahl der Interessierten stieg seit 1970 rapide an. Immer mehr Menschen finden Zugang zum Yoga und profitieren von der umfassenden Wirkung.

Wurde es anfangs noch als rein spirituelle Praktik gesehen, rücken heute immer mehr neue, dynamische Stile in den Fokus. Die positive Wirkung auf den gesamten Körper ist dank wissenschaftlicher Untersuchungen mittlerweile belegt.

Dabei ist die Tradition des Yoga schon viel älter und  nicht „nur“ als ein Einnehmen verschiedener Körperübungen, der Asanas, zu begreifen. Darüber hinaus dienten vor allem Meditationen und Atemübungen dazu, den Körper darauf vorzubereiten, für längere Zeit im Lotussitz zu verharren. Dieser soll helfen  mehr Klarheit über sich selbst zu finden und intensiv mit dem eigenen Selbst in Kontakt zu treten.

Durch Yoga gelingt es dir, deine Perspektive zu verändern, Ängste zu reduzieren und dadurch stressfreier und glücklicher den Alltag zu meistern.

Fazit: Yoga ist in seinen Ursprüngen eine sehr alte Tradition, die auf allen Ebenen wirkt und dadurch dein Leben grundlegend verändern kann.

2. Welche Yogastile gibt es?

Da Yoga das Ziel hat ganzheitlich zu wirken und so den Menschen allumfassend verändert, entwickelten sich die verschiedensten Stile, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.

Neben Ashtangayoga, Kundaliniyoga, Bikramyoga, Acroyoga und unzähligen weiteren Formen, erfreut sich Hathayoga großer Beliebtheit.

Eine moderne Schule des Hathayoga ist das 1997 gegründete Anusarayoga. Die dort gelehrten fünf Ausrichtungsprinzipien, die allen physischen Asanas zugrunde liegen, unterstützen dich dabei, dein Yoga in einer „herzöffnenden“  Haltung zu praktizieren.

2.1. Was macht Yoga mit mir?

Da Yoga auf allen Ebenen wirkt kann es dich auf ganz vielschichtige Weise verändern.

Diese Veränderung ist vor allem von deinen eigenen Bedürfnissen und deinem Fokus in der Yogapraxis abhängig.

Yoga lässt dich die  Polaritäten auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene bewusst wahrnehmen und hilft dir dadurch Balance zu finden. Dieses Gleichgewicht schenkt dir innere Freiheit, Ausgeglichenheit und körperliches Wohlbefinden.

Fazit: Es haben sich ganz unterschiedliche Richtungen und Yogastile entwickelt. Da jeder Mensch sehr individuelle Vorlieben und Bedürfnisse hat, lohnt es sich Neues zu probieren und selbst zu erleben, wie Yoga wirkt.

3. Was ist Hatha-Yoga und wie wirkt es?

Im Hatha Yoga, was wörtlich übersetzt  Sonne (Ha) und Mond (Tha) bedeutet, liegt der Schwerpunkt auf einer bewussten und kraftvollen Praxis von Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen und der Meditation (Pranayama). Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist angestrebt werden.

Die Tantraphilosophie in ihrer lebensbejahenden Sicht bildet die philosophische Grundlage. Diese Philosophie sieht im Kleinen, wie im Großen immer eine Ganzheit. Alles im Universum ist energetisch miteinander verbunden und auch Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit. Vielmehr als um Perfektion, dreht sich im Hathayoga alles um das bewusste Wahrnehmen von Polaritäten um eine Balance in allen Bereichen anzustreben.

Da Hathayoga eher langsam und bewusst praktiziert wird, eignet es sich besonders gut für Yogaanfänger.

Die Unterstützung der Anusaraprinzipien hilft dir außerdem, Asanas anatomisch richtig zu erlernen und dadurch Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden.

Fazit:

Hathayoga wirkt auf allen Ebenen, da es durch die Asanas, Atmung und Meditation ganzheitlich mit dem Körper, der Seele und dem Geist arbeitet. Dadurch wird Stress gemindert und mehr Gelassenheit und Ruhe erreicht.

3.1. Die Rolle der Asanas im Hathayoga

Die Asanas sind Körperübungen welche in unserer Gesellschaft den Großteil der Yogapraxis prägen. Je nach Ausrichtung der Yogaklasse werden dabei verschiedene Übungen in vielfältiger Weise aneinander gereiht und zur Schulung der Körperwahrnehmung und zur Kräftigung über einen gewissen Zeitraum gehalten. Dabei lassen sich die Asanas je nach Wirkungsweise in verschiedene Haltungsgruppen einteilen.

Es gibt zum Beispiel:

  • Standhaltungen
  • Drehhaltungen
  • Stützhaltungen
  • Vorbeugen
  • Rückbeugen

3.2. Wie wirken Asanas auf körperlicher Ebene?

  • sie dienen zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur
  • verbessern die Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • verbessern die Körperhaltung
  • Dysbalancen, die durch zu langes Sitzen entstehen, werden ausgeglichen
  • durch die Bewegung wird der Stoffwechsel angekurbelt
  • die Organe, vor allem im Bauchraum, werden massiert

Exkurs: Wie wirkt Yoga auf die Organe?

Da Yoga unseren gesamten Körper durch Asanas, Atmung und Meditation aktiviert, zeigt sich eine positive Wirkung auf die Organe.

Vorbeugen und Drehhaltungen massieren unsere Verdauungsorgane verstärkt und regen dadurch unsere Verdauung an. Zudem werden durch die Praxis, aber auch durch Atemübungen, dein Stoffwechsel und dein gesamter Kreislauf angeregt.

3.2.1. Kann ich mit Yoga abnehmen?

Durch die gezielte Aktivierung unseres Stoffwechsels und je nach Yogastil und Regelmäßigkeit, kannst du mithilfe von Yoga abnehmen. Viel wichtiger ist jedoch, deinen Körper durch Yoga besser kennen zu lernen und ein feines Gespür für ihn zu entwickeln.

3.3. Wie wirken Asanas auf emotionaler Ebene?

  • sie schaffen Kraft und Stabilität zur bewussten Erdung
  • helfen selbstsicher zu handeln und sich gezielt aufzurichten
  • fördern das Loslassen von alten Denk- und Verhaltensmustern
  • verbessern Disziplin und  Durchhaltevermögen
  • schaffen das Gefühl von Weite und Freiheit

3.4. Wie wirken Asanas auf spiritueller Ebene?

  • die vielfältigen Körperübungen lassen deine Energie, im Yoga prana genannt, frei fließen

 

Fazit:

Asanas sind Körperübungen im Yoga, die auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene wirken und dich ganzheitlich verändern.

3.4.1. Muss ich spirituell sein um Yoga zu üben?

Yoga wurde nach alter Tradition praktiziert, um erleuchtet zu werden und sein wahres Selbst zu erkennen.

Das yogischer Verständnis und die philosophische Bedeutung gehen über den sichtbaren Körper hinaus.

Nach diesem Verständnis galt es, die Lebensenergie prana zu aktivieren. Durch Yoga sollten Energieblockaden in den Energiekanälen (chakras) gelöst werden, damit die Energie frei fließen kann.

Blockaden im Energiefluss zeigen sich auf körperlicher Ebene unter anderem in Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Da Yoga auf allen Ebenen wirkt, musst du also nicht spirituell sein, um von Yoga zu profitieren.

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